Bundesumweltministerin besucht ruhrvalley

Foto von Vertretern des ruhrvalley mit Bundesministerin Svenja Schulze

Wie die Partner im ruhrvalley zusammenarbeiten und welche Themen sie verfolgen, davon machte sich die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Svenja Schulze, selbst ein Bild.

Bei ihrem Besuch am Dienstag, 25. August 2020, kam sie trotz vollem Terminplan nach Herne. Dort besuchte sie einen Workshop der Forschungs- und Innovationspartnerschaft ruhrvalley, in der die Hochschule Bochum, die Fachhochschule Dortmund und die Westfälische Hochschule mit einer Vielzahl von Unternehmenspartnern zusammenarbeiten. Schulze nutzte die Gelegenheit, um sich über die Arbeit des ruhrvalley-Netzwerks zur Transformation der Energie- und Mobilitätssysteme im Ruhrgebiet zu informieren.
Gemeinsam mit Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule, Prof. Dr. Wilhelm Schwick, Rektor der Fachhochschule Dortmund, Prof. Dr. Michael Brodmann, Direktor des Energieinstituts an der Westfälischen Hochschule und Vizepräsident für Forschung und Entwicklung sowie Prof. Dr. Norbert Wißing, Partnerschaftssprecher ruhrvalley, tauschte sie sich über die aktuellen Aktivitäten in den Bereichen Forschung, Start-up-Förderung, Internationalisierung und Weiterbildung aus.

Bundesministerin Svenja Schulze mit Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule
Bundesministerin Svenja Schulze im Gespräch mit Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Präsident der Westfälischen Hochschule
Direkt gegenüber, im Stadtwerkehaus am Berliner Platz, zieht demnächst das ruhrvalley ein. Ein Schwerpunkt im Bereich ruhrvalley – Mobility and Energy for Metropolitan Change ist die Arbeit an nachhaltigen Energiesystemen, wie etwa in dem Projekt „Smart Solar Geothermal Energy Grid Ruhr“ (GeoSmaGriR). In dem bereits abgeschlossenen Projekt haben die beteiligten Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft ein System für das dezentrale Einspeisen solarer und geothermischer Wärme in Wärmenetze unter Nutzung bestehender Versorgungs- und Netzstrukturen entwickelt. Ziel ist die notwendige Dekarbonisierung der Wärmeversorgung, die im Ruhrgebiet mit seinem gut ausgebauten Wärmenetz im Zuge des Kohleausstiegs eine besondere Herausforderung darstellt. Dazu soll auch saisonal-bedingte Überschusswärme im Sommer in Grubengebäude des ehemaligen Steinkohlebergbaus eingespeichert werden, um im Winter genutzt werden zu können.