Zukunftsperspektive „Unternehmer*in“

Der ruhrvalley Start-up-Campus setzt sich für eine offensive und attraktive Gründungskultur an Hochschulen ein

ruhrvalley Start-up-Campus Team

Gerade gegen Ende des Studiums lautet eine Frage häufig: Was nun? An der Hochschule bleiben und eine Karriere in der Wissenschaft einschlagen? Sich um eine Stelle in einem Unternehmen bewerben? Oder warum nicht einfach selbst ein Unternehmen gründen? Potenzielle Gründer*innen und Problemlöser*innen der Hochschule Bochum, der Fachhochschule Dortmund und der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen finden nun nicht nur auf das Warum, sondern auch auf das Wie hilfreiche und zahlreiche Antworten.

Mit der Initiative „ruhrvalley Start-up-Campus” verfolgen die drei Fachhochschulen das gemeinsame Ziel, erfolgsversprechende Start-ups aus den Hochschulen heraus auf den Weg zu bringen und die Zahl der Hochschulausgründungen damit insgesamt zu steigern. Das siebenköpfige Team des ruhrvalley Start-up-Campus berät die potenziellen Gründer*innen in allen Fragen auf diesem Weg – von der Idee über das Geschäftsmodell bis zur Unternehmensgründung. Die Expertise von Cornelia Delbos, Kerstin Häusler, Jonas Jagdziewski, Viktor Kutscher, Johannes Lammers, Lenka Mildner und Massi Naqshbandi umfasst nachhaltige Mobilität ebenso wie e-Commerce oder Social Entrepreneurship. Im Netzwerk mit weiteren Gründungsberater*innen der Hochschulen kann das Team in allen Branchen beraten.

Wie genau sie Hochschulausgründungen fördern und wer sich an sie wenden kann, verrät das Team im Interview mit dem ruhrvalley Management Office.

ruhrvalley MMO: Ihr seid ein Team aus drei Fachhochschulen und alle bringt ihr Gründungsexpertise aus verschiedenen Bereichen mit. Was macht euch als Team aus?

ruhrvalley Start-up-Campus: Uns alle eint die Begeisterung, etwas Neues zu schaffen, Bestehendes zum Besseren zu verändern und die Ergebnisse der Wissenschaft bestmöglich zu verwerten. Gerade weil wir Start-up- und Berufserfahrung aus den verschiedensten Branchen und Bereichen mitbringen, können wir unseren Gründer*innen ein breites Beratungsangebot und ein breites Netzwerk bieten. Als Team macht uns außerdem aus, dass wir momentan selbst noch eine Art Start-up sind und aktuell viele Ideen und Konzepte ausprobieren. Wir alle versprühen selbst den Gründergeist und begeistern uns für unsere Gründer*innen und deren Ideen.

ruhrvalley MMO: Für wen seid ihr die richtigen Ansprechpersonen?

ruhrvalley Start-up-Campus: Wir sind die richtige Anlaufstelle für alle Studierenden, Mitarbeiter*innen, Professor*innen und Alumni der Hochschule Bochum, der Fachhochschule Dortmund und der Westfälischen Hochschule, die gerne etwas bewegen, verändern, anstoßen, neugestalten oder endlich umsetzen möchten. In unserem Angebot ist für jeden etwas dabei – vom Gründungsneuling ohne konkrete Idee bis zum Gründungsprofi mit fertigem Geschäftsmodell.

ruhrvalley MMO: Wie genau fördert ihr Hochschulausgründungen?

ruhrvalley Start-up-Campus: Mit unserem großen Qualifizierungsangebot, das von kurzen Impuls- und Fachvorträgen über Workshops und Planspiele bis zu mehrtägigen Gründungsbootscamps und Acceleratoren reicht, befähigen und motivieren wir unsere Studierenden, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen, Professor*innen und Alumni zum Gründer*innentum. Dabei vernetzen wir die Gründungsinteressierten nicht nur fachbereichs- und hochschulübergreifend untereinander, sondern auch mit hochschulexternen Mentor*innen, Investor*innen und Entwicklungspartner*innen aus der Wissenschaft und Wirtschaft sowie mit anderen Start-ups aus der Region und darüber hinaus. Gleichzeitig findet individuelle Beratung durch unsere Gründungscoaches statt, die jedes Gründungsteam oder jede*n Gründer*in individuell beraten und bei der Suche nach Fördermöglichkeiten zur Realisierung der Geschäftsideen unterstützen. Wir möchten aber auch die Personen erreichen und zur Auseinandersetzung mit der Selbstständigkeit motivieren, die sich bisher noch nicht dafür interessiert oder damit auseinandergesetzt haben, die aber trotzdem etwas verändern möchten. Denjenigen bieten wir etwa Kreativworkshops zur Ideengenerierung oder Challenges, in denen sie sich mit der Erarbeitung innovativer Dienstleistungen oder Produkte beschäftigen, ohne dafür sofort gründen zu müssen. Aus solchen Arbeiten können sich dann zu einem späteren Zeitpunkt konkrete eigene Geschäftsidee entwickeln. Wir möchten darüber hinaus eine offensive und attraktive Gründungskultur an den drei Hochschulen schaffen, so dass die Zukunftsperspektive „Unternehmer*in“ selbstverständlicher und erstrebenswerter erscheint.

ruhrvalley MMO: In der Initiative „ruhrvalley – Mobility and Energy for Metropolitan Change” konzentrieren sich die ruhrvalley Partner vor allem auf die Themen nachhaltige und zukunftsfähige Energie- und Mobilitätssysteme sowie Digitalisierung. Welche eurer Angebote eignen sich besonders gut für zukünftige Gründer*innen aus diesen Bereichen?

ruhrvalley Start-up-Campus: Zum einen können unsere Gründungscoaches, die sowohl Start-up-Erfahrung als auch Berufserfahrung aus diesen Bereichen mitbringen, an jedem Punkt im Gründungsprozess mit der Beratung und Begleitung von Gründungsteams beginnen. Sie vernetzen außerdem bereits erfolgreiche Gründer in dem Bereich Elektromobilität mit Gründungsinteressierten zu diesem Schwerpunkt. Des Weiteren bieten wir Workshops, wie aus Ideen zur neuen Mobilität und Digitalisierung tragfähige und innovative Geschäftsmodelle entstehen, sowie Workshops zur fachlichen Qualifizierung an. Darüber hinaus organisieren wir Fachvorträge von Expert*innen und erfahrenen Gründer*innen aus diesen Themenbereichen, beispielsweise zum Thema „Smart City“, die aktuelle Entwicklungen und Ansätze für eigene Geschäftsmodelle in diesen Bereichen aufzeigen