convention@ruhrvalley 2021

Herausforderungen des neuen Klimaschutzgesetzes und wie wir sie im ruhrvalley gemeinsam angehen

Keynote auf der convention@ruhrvalley 2021

Am 30. September 2021 war es wieder soweit: Auf der convention@ruhrvalley haben sich Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft im ruhrvalley getroffen, um über die aktuellen Schwerpunkte des Netzwerks zu sprechen: Smart City, Wasserstoff und Elektromobilität. Parallel an drei Standorten im ruhrvalley – Bochum, Dortmund und Gelsenkirchen – haben sich die Teilnehmenden über jeweils eines der Themen intensiv ausgetauscht und dabei mehr über die aktuellen ruhrvalley-Projekte erfahren.

Wie relevant diese Themen angesichts der weltweiten Herausforderung des Klimawandels sind, machte Prof. Dr. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, in seiner Keynote deutlich. Längst besteht kein Zweifel mehr, dass der zunehmende Temperaturanstieg des Weltklimas menschengemacht ist. „Es ist an uns, jetzt schnell zu reagieren, um den Klimawandel in Grenzen zu halten“, appellierte Fischedick an die Teilnehmenden. Mit dem aktuellen Klimaschutzgesetzes hat sich Deutschland das Ziel gesetzt, bis 2045 Treibhausgasneutralität zu erreichen. Das heißt, es werden nur noch so viele Treibhausgase emittiert, wie auch durch die Einbindung von Kohlenstoff wieder abgebaut werden können. Auf dem Weg dahin gibt es kein einzelnes Königsinstrument. Stattdessen müssen alle bereits zur Verfügung stehenden Mittel genutzt werden, um die CO2-Emissionen erfolgreich zu senken. „In die Ferne zu blicken, zu wissen, was man erreichen will und es gemeinsam anzupacken: Das zeichnet das Ruhrgebiet aus“, so Fischedick über die Stärke der Metropole Ruhr. Diese Stärke machen sich die mehr als 100 Partner aus Wissenschaft, Unternehmen und Gesellschaft im ruhrvalley zunutze. Gemeinsam arbeiten sie an technischen Lösungen, die die nachhaltige Entwicklung nicht nur im Ruhrgebiet, sondern in Metropolen weltweit erleichtern. Welche Lösungen das sind, davon konnten sich die Teilnehmenden der dritten convention@ruhrvalley vor Ort selbst ein Bild machen. Der Einblick in die aktuellen ruhrvalley-Projekte bildete einen passenden Ausgangspunkt, um die Themen Wasserstoff, Elektromobilität und Smart City gemeinsam weiter in die Zukunft zu denken. In Workshops tauschten Sie sich über spezifische Fragen aus ihren jeweiligen Themenbereichen aus.

Workshop zum Thema Smart City
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Die Idee, dass die Themen auf die verschiedenen Standorte verteilt waren und alle sich ihren eigenen Schwerpunkt setzten konnten hat mir sehr gefallen. Außerdem fand ich die Keynote von Prof. Fischedick über das Klimaschutzgesetz und die Herausforderungen des Klimawandels sehr beeindruckend.

Sebastian Weigel

Co-Founder und CFO semasquare

Andreas diepenbrock
Es herrscht großes Interesse an Smart Cities und in einigen Bereichen existieren bereits Ideen und Projekte, die Städte bei ihrer digitalen Transformation unterstützen. Gemeinsam entwickeln wir sie weiter, um unsere Städte smarter, lebenswerter und nachhaltiger zu gestalten.

Andreas Diepenbrock

Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fachhochschule Dortmund

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Heute nehme ich aus dem ruhrvalley spannende Einblicke in ein sehr interessantes Institut mit, das ich an vielen Ecken und Laborkanten kennengelernt habe. Auch über eine sinnhafte Kopplung mit der Elektrolyse wurde ich von der Technikseite sehr gut aufgeklärt. Auch das Networking im Anschluss ist sehr wichtig für Menschen in der Branche und dabei genauso beflügelnd für Technikfremde. Unterm Strich war das heute eine rundum gelungene Veranstaltung.

Ralf Müller

Geschäftsführer der mfc Brennstoffzellentechnologie

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Im Bereich Wasserstoff passiert im ruhrvalley durch gute Initiativen und Projekte einiger Unternehmen und Institutionen sehr viel. Besonders schön am heutigen Abend ist für mich der rege Austausch über die Wasserstoff-Community hinaus mit Menschen aus verschiedensten Branchen, der gute Einblicke in andere Innovationsbereiche ermöglicht.

Dr. Lukas Lüke

Gründer und Geschäftsführer der WEW GmbH

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Besonders wichtig für mich an dem heutigen Tag war es, andere Mitstreiter kennenzulernen, mehr über den aktuellen Stand der Wissenschaft zum Thema Smart City zu erfahren und zu netzwerken.

Maren Thönnes

Projektmanagerin Digitalisierung Stadt Herne

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Im ruhrvalley gibt es wahnsinnig viele spannende Personen mit großartigen Ideen, die unheimlich viel Spaß daran haben sich zu vernetzen und gemeinsam etwas voranzubringen. Die Mischung aus Jung und Alt, Kreativität, Engagement, Motivation, Networking und Spaß macht den Unterschied.

Prof. Dr. Ute Ritzerfeld-Zell

Professorin für Marketing an der Hochschule Bochum

Warum eigentlich Wasserstoff?

„Warum eigentlich Wasserstoff?“ Das fragten sich die Teilnehmenden am Standort Gelsenkirchen. Dass Wasserstoff einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten kann, darüber waren sich alle einig. Sie nutzten das Event, um sich über die Bedeutung, Herausforderungen und den Lösungsbeitrag von H2-Systemlösungen für die Energiewende auszutauschen. Ein Fokus lag dabei auf der Frage, welche Rolle Wasserstoff in einer klimaneutralen Wirtschaft spielen kann und muss. Dabei beleuchteten die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte: Wie kann eine dezentrale, kleinskalige Wasserstofferzeugung und -nutzung zu diesem Ziel beitragen? Oder wie können wir die Erzeugung von Wasserstoff effizienter gestalten, um seine Vorteile besser ausnutzen zu können?


Hier geht es zum aktuellen ruhrvalley-Wasserstoffprojekt:


Die Energiewende im Verkehr gestalten

In Bochum, am Institut für Elektromobilität der Hochschule Bochum, drehte sich der Tag rund um das Thema Elektromobilität. Unter dem Motto „Die Energiewende im Verkehr gestalten“ wurde angeregt über Möglichkeiten diskutiert, die CO2-Emissionen im Verkehr zu senken. Im Fokus stand dabei etwa die Frage, welche und wie intelligente Mobilitätskonzepte für den urbanen Raum dazu beitragen können. Welche Speicher- und Systemlösungen im Güter- und Nutzfahrzeugsektor werden wir in Zukunft brauchen? Und wie sieht etwa das kleinstmögliche Fahrzeug für die Logistik in Innenstädten der Metropolregion Ruhr aus? Neben solchen Systemlösungen wurde aber auch die Einzelperson nicht vergessen. Einige der Teilnehmenden befassten sich mit der Frage, wie Arbeitgeber ihre Mitarbeitenden sinnvoll dabei unterstützen können, ihre Mobilität umweltschonend zu gestalten.

Hier geht es zu den Projekten im Bereich Elektromobilität:


Herausforderungen und Lösungswege für die vernetzte Stadt

Eines stand für die Teilnehmenden der convention@ruhrvalley am Standort Dortmund fest: Die Smart City der Zukunft bietet genug Raum, der vielfältig genutzt werden kann, sowie ausreichend Grünflächen, reduziert den Verkehr soweit es geht und spart dabei so viel Energie wie möglich. Alles in allem besticht sie damit durch eine hohe Lebensqualität. Beim ihrem weiteren Austausch über das Schwerpunktthema Smart City konzentrierten sie sich vor allem auf zwei Aspekte: den Umgang mit Daten und Nachhaltigkeit. Welche Daten stehen zur Verfügung und wie können wir sie datenschutzkonform am besten nutzen? Dabei kann Technologie ein Enabler von Nachhaltigkeit sein, wenn etwa bestehende Infrastrukturen durch die Berücksichtigung von Daten noch effizienter genutzt werden können oder Energie dadurch eingespart werden kann.

Hier geht es zu den Smart City-Projekten:


Gemeinsam in die Zukunft blicken

Viele Fragen, viele Ideen und viele neue Kontakte, um sie gemeinsam anzugehen. Zum Abschluss der convention@ruhrvalley 2021 trafen sich alle in der Kulturbrauerei in Herne, um beim gemeinsamen Grillen den Tag Revue passieren zu lassen. „Für das ruhrvalley-Netzwerk ist dieses Event eine gute Möglichkeit, um gemeinsam in die Zukunft zu blicken und sich mit der Transformation unseres Ruhrgebiets zu befassen. Gerade im Hinblick auf den andauernden Strukturwandel und das neue Klimaschutzgesetz ist es wichtiger denn je neue Projekte und Lösungsansätze für die gesamte Region zu erarbeiten“, hob Dr. Frank Dudda, Oberbürgermeister der Stadt Herne, in seinem Ausblick hervor. Und damit sollte er Recht behalten: Mit vielen angeregten Diskussionen, neuen Ideen und dem Willen, gemeinsam etwas zu bewegen, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die convention@ruhrvalley 2021 zu einem spannenden Event mit zahlreichen Anknüpfungspunkten in die Zukunft gemacht.