Gefahren im Internet kennen und vorbeugen

das Taschenbuch „Meine digitale Sicherheit“

Ein Interview mit den Geschäftsführern der AWARE7 GmbH Chris Wojzechowski und Matteo Große-Kampmann über die häufigsten Gefahren im Internet und hilfreiche Tipps darüber, wie wir uns am besten davor schützen können.

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, wie viel Zeit Sie eigentlich im Internet verbringen? Neben Homeoffice oder Homeschooling checken wir im Tagesverlauf mehrfach die E-Mails, scrollen durch Social-Media Beiträge und shoppen in Online-Shops. Dabei geben wir nicht selten sensible Daten preis. Manchmal braucht es nur einen unvorsichtigen Klick und die Daten geraten in die falschen Hände.

Welche Tipps und Tricks etwa vor Identitätsdiebstahl und Phishing-Mails schützen oder das Passwort-Management und das Online-Shopping sicherer machen, verraten Chris und Matteo von AWARE7 in Ihrem neu erschienen Taschenbuch „Meine digitale Sicherheit“. Das IT-Security Unternehmen AWARE7 steht für digitale Sicherheit für Mensch & Maschine. Im Interview mit Monique Rytych aus dem ruhrvalley Management Office erklären die IT-Sicherheitsexperten kurz und knackig, woher sie kommen, für welche Zielgruppe dieses Buch besonders geeignet ist und mit welchen Gefahren sie es hauptsächlich zu tun haben.


Monique: Wie lange beschäftigt ihr euch bereits mit dem Thema Internet-Sicherheit und seit wann gibt es euer Unternehmen?

Chris: Die AWARE7 GmbH gibt es offiziell seit Anfang 2019. Unser Eintrag im Handelsregister ist zum 4. Januar erfolgt - pünktlich zum Jahresstart also! Das Thema Internet-Sicherheit bewegt Matteo und mich aber schon länger. 2014 haben wir gemeinsam an der Westfälischen Hochschule studiert und am Institut für Internet-Sicherheit geforscht. In der Zeit haben wir auch einige Projekte gemeinsam durchgeführt. Und wenn es menschlich und fachlich passt, steht auch einer Unternehmensgründung nichts entgegen. Das ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, denn häufig sehen wir unseren Geschäftspartner häufiger als unsere Frauen.

Monique: Wofür steht AWARE7?

Chris: AWARE7 steht vor allem für IT- und Informationssicherheit für die Allgemeinheit. Niederschwellige Formate wie eine Live Hacking Show oder eben das Dummies-Buch sind für jeden geeignet, der sich für das Thema interessiert. Die Durchführung von Penetrationstests oder gar der Auf- und Ausbau eines Informationssicherheitsmanagementsystem sind Dienstleistungen, die wir ausschließlich für gewerbliche Kundinnen und Kunden anbieten.

Monique: Was gehört zu euren täglichen Aufgaben?

Matteo: Es gibt täglich Vorfälle, Datendiebstähle und neue Betrugsmaschen. Damit wir anderen davon berichten können und auch selbst immer die neusten Angriffstaktiken kennen, müssen wir uns selbst darüber informieren. Dies ist wohl der größte gemeinsame Nenner aller Tage. Unsere Arbeit selbst ist aber sonst sehr abwechslungsreich. Ob nach München für einen Live Hacking Vortrag, oder zu einem Kunden nach Hamburg oder aber vermehrt auch an den Schreibtisch und ins Büro, um uns abzustimmen.

Monique: Am 06.10.21 ist euer Taschenbuch „Meine digitale Sicherheit“ in der bekannten „Dummies-Reihe“ erschienen. Worauf genau können sich die Leserinnen und Leser dieses Buches einstellen?

Matteo: Eine Betrugsmasche im Internet wird häufig bis zu dem Punkt nicht erkannt, an dem sie offensichtlich wird. Dann ist der Schaden aber bereits entstanden, das Geld ist weg und/oder die Daten sind gestohlen. Mit dem Taschenbuch "Meine digitale Sicherheit" können die Leserinnen und Leser in sehr überschaubarer Zeit einen Überblick darüber bekommen, welche Tipps und Tricks es gibt, um Phishing zu erkennen oder Betrugsversuche zu vereiteln. In unserem Buch empfehlen wir beispielsweise geeignete sichere Zahlungsmethoden und informieren alle Interessierten darüber, wie sie am besten ihre Festplatte oder ihren USB-Stick verschlüsseln können.

Monique: Für wen eignet sich das Buch besonders gut?

Chris: Das Buch eignet sich für alle Personen besonders gut, die sich gelegentlich bis regelmäßig mit dem Computer beschäftigen, im Internet surfen und dabei nicht auf einen Betrug hereinfallen wollen. Die Erfahrungen im Umgang mit Betrugsmaschen kommen mit der Zeit. Wer aber nicht tagtäglich damit zu tun hat, erkennt viele Gefahren selbst nicht rechtzeitig. Das Buch zeigt eben diese Probleme auf und bringt konkrete Lösungen dafür mit.

Monique: Euer Buch vermittelt also einen guten Überblick über zahlreiche Themen, die uns in unserem digitalen Alltag begegnen. Wie kam euch die Idee zu diesem Buch?

Chris: Wie sagt man so schön? Glück ist, wenn Gelegenheit und Bereitschaft aufeinandertreffen. Und so war es! Die Idee, ein gemeinsames Buch zu schreiben, hatten wir schon länger. Passenderweise kam dann der Verlag auf uns zu und hat uns als Autoren für ein Taschenbuch angefragt. Für diese Gelegenheit sind wir dankbar und mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Monique: Welche IT-Sicherheitslücken kommen euch am häufigsten unter?

Matteo: Im privaten Bereich sind es vor allem E-Mails, die einen vertrauenswürdigen Eindruck erwecken und dennoch von einem unseriösen Absender stammen. Nutzer und Nutzerinnen müssen sehr genau hinschauen, denn auf den ersten Blick sind bösartige E-Mails kaum von echten E-Mails bekannter Absender zu unterscheiden. Aber auch veraltete Betriebssysteme und Software im Allgemeinen stellen häufig ein großes Problem dar. Weder Windows 7 noch Microsoft Office 2007 sollten aktuell noch in Betrieb sein.

Monique: In eurem Buch geht es vor allem um das private Surfen. Im Innovationsnetzwerk ruhrvalley sind auch viele technologiestarke kleine und mittlere Unternehmen sowie kommunale Akteure aktiv. Welche Tipps lassen sich vor allem auch auf das Surfen im Beruf übertragen?

Chris: Technologiestarken KMUs empfehlen wir, organisiert an die Themen heranzugehen. Eine homogene Infrastruktur mit einer genauen Protokollierung und Beschreibung ist die halbe Miete. Ein großes Problem entsteht bei einem Sicherheitsvorfall immer dann, wenn kaum ersichtlich ist, wie die Infrastruktur aufgebaut ist. Das bezieht sich auch auf die Browser-Konfiguration und das Sperren von offensichtlich schadhaften Webseiten. So lässt sich ein Teil der Gefahr bereits reduzieren. Regelmäßige Schulungen können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an die sensible Thematik heranführen und dabei vermitteln, wie wir uns im Internet sicher verhalten.